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Paamiut - Das Volk an der Mündung

Paamiut liegt an der Mündung des Kuannersooq-Fjordes, der Name der Stadt bedeutet übersetzt "Volk an der Mündung". Die Siedlung wurde bereits 1742 als Handelposten gegründet, heute leben hier rund 1.800 Menschen. In den 1960er Jahren gab es Pläne, die Stadt zum zweitgrößten Ort Grönlands auszubauen. Bis zu 10.000 Menschen sollten hier leben und entsprechend groß wurde auch die Fischfabrik zur Verarbeitung von Kabeljau geplant. Doch die Kabeljaubestände gingen zurück und die dänische Regierung gab ihre Zentralisierungspläne auf. Die Fabrik wurde trotzdem gebaut, sie ist die größte Anlage dieser Art in ganz Grönland. Auch die Fischerei- und Schiffahrtsschule von Grönland ist seit 1996 in der Stadt angesiedelt.

Wie die meisten Orte verfügt auch Paamiut über ein eigenes kleines Museum in Gebäuden aus der Kolonialzeit. Es präsentiert Exponate zu den alten Inuitkulturen und den europäischen Walfängern an der Westküste Grönlands. Sehenswert ist auch die Friedenskirche aus dem Jahr 1909, die an eine norwegische Stabkirche erinnert.

Mindestens so interessant, wie der Ort selbst, ist die nähere Umgebung. Die Gewässer vor der Stadt haben eine der größten Populationen von Buckel- und Finnwalen aufzuweisen, außerdem gibt es rund um Paamiut den größten Bestand an Seeadlern in ganz Grönland. Eindrucksvoll ist auch der Fjord, in den zwei größere Gletscher kalben - die Eisberge liegen oft dicht gedrängt vor der Stadt.